Factoring

creditshelf KalenderApr 2021

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Was ist Factoring?

Factoring ist eine Finanzierungsform, die durch den Verkauf offener Forderungen an Dritte die Liquidität eines Unternehmens unmittelbar steigert. Dabei werden von einem Dienstleister die bei einem Unternehmen entstehenden Forderungen aus Dienstleistungs- und Warengeschäften in der Regel regresslos ankauft. Dadurch kann die ausstehende Summe vom Debitor sofort überwiesen und lange Zahlungsziele vermieden werden. Je nach Art des Factorings übernimmt der Anbieter auch Mahnwesen, Inkasso-Abwicklung oder das Risiko bei einem Zahlungsausfall. Dabei fordert der Factor neben einer soliden Bonität des Factoringnehmers und dessen Debitoren, auch entsprechende Gebühren für seine Leistungen. Anbieter unterscheiden grundsätzlich zwischen zwei Arten von Factoring: dem Echten und dem Unechten.


 

Was sind echtes und unechtes Factoring?

Beim echten Factoring – dem vorwiegend in Deutschland parktizierten Verfahren – kauft der Factor die Forderungen an und übernimmt gleichermaßen das vollständighe Ausfallsrisiko. Mit dem Delkredeschutz erhält der Kunde die Gewissheit, dass alle Forderungen sicher und in voller Höhe beglichen werden. Beim unechten Factoring hingegen kauft der Factor zwar die Forderungen an, haftet aber nicht. Die in Deutschland eher selten angewandte Factoring-Form überträgt dem Kunden keinen Zahhlungsausfallschutz und überlässt ihm so das Delkrederisikio. Zudem wird findet im Zuge eines echten Factorings durch die Übernahme der Delkrede ein Risikiotransfer statt, anders als beim Unechten. So fallen bei die entsprechenden Forderungen aus der Bilanz, wodurch jene verkürzt wird. Ein positiver Effekt auf die Unternehmensbonität ist die Folge. Durch den echten Forderungsverkauf vermindert sich auf der einen Seite die Bilanzsumme, während auf der anderen Seite die Eigenkapitalquote steigt. Und diese ist wesentlicher Faktor für ein optimales Bankenrating.


 

Weitere Factoring-Formen

Neben dem echten Factoring gibt es heute, auch durch die Vielzahl der Anbieter, verschiedene Variationen dieser Finanzierungsform. Weitere Factoringarten sind neben dem Echten und dem Unechten auch das stillen und offene Factoring. Beim offenen Factoring werden die Rechnungsempfänger auf die Abtretung der Forderung an den Verkäufer hingewiesen. Dieser Hinweis erfolgt beim stillen Factoring hingegen nicht. Doch das birgt mehr Risiken für den Factor, was sich in den Kosten beim stillen Factoring widerspiegelt. Sie liegen in der Regel deutlich über denen des normalen Factorings. Das Stille Factoring ist für Firmen geeignet, welche mit Kunden Abtretungsverbote vereinbart haben oder Kunden sensibel auf den Forderungsverkauf reagieren. Darüber hinaus gibt es Factoring-Varianten, die eine Finanzierung nach den jeweiligen Unternehmensbedürfnissen ermöglichen. Neben Full-Service-Facotring und Bulk-Factoring, sind auch das Fälligkeits-Factoring sowie das Export- und Import-Factoring beliebte Formen für den Ankauf von Geldforderungen.

 

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Das wichtigste im Überblick
  • Factoring beschreibt die gewerbliche, revolvierende Übertragung von Forderungen eines Unternehmens gegen einen oder mehrere Forderungsschuldner vor Fälligkeit an ein Kreditinstitut oder ein Finanzdienstleistungsinstitut.
  • Das Factoring-Unternehmen kümmert sich darum, dass die Rechnung vom Kunden beglichen wird.
  • Beim „echten Factoring“ verbelibt durch den regresslosen Forderungsverkauf das Delkredererisiko beim Factor , wodurch die UNternehmen vor Forderungsausfällen geschützt sind