Eigenkapital

creditshelf KalenderOkt 2021

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Was ist Eigenkapital?

„Eigenkapital“ bezeichnet die Geldmittel, die einem Betrieb unbefristet zur Verfügung stehen. Eigenkapital muss in der Regel nicht zurückgezahlt werden und erzeugt keine direkten Zinsaufwände. Je höher das eigene Kapital eines Unternehmens ist, desto unabhängiger sowie handlungs- und konkurrenzfähiger ist der Betrieb für gewöhnlich. Eine gewisse Eigenkapitalausstattung ist zudem gesetzliche Grundvoraussetzung für die Unternehmensgründung.

 

Wie gelangt Eigenkapital ins Unternehmen?

Eigenkapital wird beispielsweise durch Gesellschafter, Risikokapitalgeber und Investoren eingezahlt oder durch Überschüsse im operativen Geschäft erwirtschaftet. Das verfügbare Eigenkapital kann auch durch thesaurierte Gewinne erhöht werden, also Gewinne nach Steuer und Ausschüttung an Anteilseigner. Diese Gewinne werden nicht an die Gesellschafter ausgezahlt, sondern verbleiben im Unternehmen, um dessen Weiterentwicklung zu unterstützen. Darüber hinaus lässt sich Eigenkapital auch durch eingebrachte Ersparnisse, Wertpapiere oder die Ausgabe weiterer Unternehmensanteile an Gesellschafter erzielen. Externes Eigenkapital einzuholen, ist für ein Unternehmen dabei eine grundlegende Entscheidung: Gibt es Anteile an Investoren aus, werden diese Eigenkapitalgeber selbst zu Gesellschaftern. Sie haben dann entsprechend ein Mitspracherecht bei der weiteren Entwicklung des Unternehmens, sind an dessen Gewinnen sowie Risiken beteiligt und übernehmen Haftung.


 

Wozu dient Eigenkapital?

Ein Unternehmen mit einem soliden Anteil an Eigenkapital ist grundsätzlich sicherer am Markt aufgestellt. Das eigene Kapital ist damit ein entscheidender Faktor, um eine Firma im Kern zu stabilisieren. Sie hat dadurch die Möglichkeit, auf aktuelle strategische oder operative Herausforderungen zu reagieren und nötige Maßnahmen anzustoßen.



Das Verhältnis von Eigen- und Fremdkapital

Vorhandenes Eigenkapital wirkt sich positiv auf benötigtes Fremdkapital aus: Ein Unternehmen mit entsprechender eigener finanzieller Ausstattung hat bei Bedarf leichteren Zugang zu befristeten externen Mitteln. Denn Fremdkapitalgeber wie Banken setzen bei der Kreditvergabe üblicherweise einen Eigenkapitalanteil von 20 Prozent oder mehr voraus. Eigenkapital erfüllt hier eine Haftungsfunktion, da es mögliche Verluste abfangen kann. Je mehr Eigenkapital ein Unternehmen besitzt, desto größere Verluste können ausgehalten werden und desto zuverlässiger kann ein Betrieb seinen Zahlungsverpflichtungen im Rahmen der Finanzierung nachkommen. Daher zählt die Eigenkapitalquote zu den wichtigsten Kriterien bei der Kreditwürdigkeitsprüfung. Durch die Quote wird das Verhältnis von Eigenkapital zum Gesamtkapital definiert. Über folgende Formel kann der Eigenkapitalanteil im Unternehmen berechnet werden:

Eigenkapital/Gesamtkapital x 100 = Eigenkapitalquote in Prozent

 

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Das wichtigste im Überblick
  • Eigenkapital steht zeitlich unbegrenzt zur Verfügung
  • Mit Eigenkapital wird das Unternehmen im Kern stabilisiert
  • Eigenkapitalgeber sind als Anteilseigner an Gewinn und Gestaltung des Unternehmens beteiligt