Eigenkapital

creditshelf KalenderApr 2021

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Was ist Eigenkapital?

Eigenkapital sind die Mittel, die einem Betrieb unbefristet zur Verfügung stehen, da sie in der Regel vom Unternehmer selbst stammen. Sie müssen nicht zurückgezahlt werden und erzeugen keine direkten unterjährigen Zinsaufwände. Je höher das Eigenkapital eines Unternehmens ist, als desto unabhängiger und konkurrenzfähiger gilt es. Dabei bezieht sich die Unabhängigkeit auf die Entscheidungsfreiheit des Unternehmens.

Eigenkapital/Gesamtkapital x 100 = Eigenkapitalquote in Prozent

 

Wozu dient Eigenkapital?

Ein Unternehmen mit einem beständigen Anteil an Eigenkapital ist grundsätzlich sicherer am Markt aufgestellt. Es ist unabhängiger und hat bei Bedarf einfacheren Zugang zu liquiden Mitteln. Dabei stellt ein Anteil von mindestens 20 Prozent oder ein größerer Eigenkapitalanteil am gesamten Unternehmenskapital für Fremdkapitalgeber eine wichtige Voraussetzung dar, um das notwendige Vertrauen für eine Kreditvergabe aufzubauen.
Um das Unternehmen im Kern zu stabilisieren, ist Eigenkapital also ein entscheidender Faktor.
Die Herausforderung für Unternehmen ist jedoch, an das entsprechende Eigenkapital zu gelangen. Dies funktioniert etwa über die Ausgabe von Unternehmensanteilen an zusätzliche Investoren. Dadurch werden die Eigenkapitalgeber aber selbst zu Gesellschaftern, wodurch ihnen ein Mitspracherecht bei der weiteren Entwicklung des Unternehmens und eine Gewinnbeteiligung eingeräumt wird. Ebenso partizipieren Sie aber auch an den Risiken des Unternehmens und haften dafür.

 

Welche Eigenschaften besitzt Eigenkapital?

Eine wichtige Eigenschaft des Eigenkapital ist es, dass jenes im Rang hinter dem Fremdkapital steht. Denn während bei einer Eigenkapitalfinanzierung der Kapitalgeber direkt am Unternehmen beteiligt ist, ist der Gläubiger bei der Fremdfinanzierung ein Kapitalgeber auf Zeit. Aus diesem Grund werden im Fall einer Insolvenz zunächst alle Ansprüche der Gläubiger bedient, bevor die Anteilseigner ihr Geld zurück erhalten.
Eine Haftungsfunktion erfüllend, ist Eigenkapital zudem zur Kreditvergabe erforderlich. Denn durch Eigenkapital können mögliche Verluste aufgegangen werden. Aus diesem Grund gilt, je mehr Eigenkapital ein Unternehmen besitzt, desto größere Verluste können ausgehalten werden. Daher zählt die Eigenkapitalquote zu den wichtigsten Kriterien bei der Kreditwürdigkeitsprüfung, da sie sie das Verhältnis von Eigenkapital zur Bilanzsumme definiert.


Welche Formen von Eigenkapital gibt es?

Vor allem wird Eigenkapital durch Investoren einbezahlt oder im operativen Geschäft verdient. Als gesetzliche Grundvoraussetzung für die Unternehmensgründung kann Eigenkapital etwa durch die einzelnen Gesellschafter, Risikokapitalgeber oder thesaurierte Gewinne in das Unternehmen eingebracht werden. Darüber hinaus lässt sich Eigenkapital auch durch Ersparnisse, Wertpapiere wie Aktien oder die Ausgabe weiterer Unternehmensanteile an die bisherigen oder neuen Gesellschafter erzielen. Aber auch Kapital, Gewinnrücklagen sowie Jahresausschüsse stellen Arten von Eigenkapital dar. Dabei erhöhen die einbehaltenen Jahresüberschüsse eines Unternehmens das bilanzielle Eigenkapital. So führt ein in einer Periode erwirtschafteter Gewinn zu einer größeren Bilanzsumme und auf der Passivseite wächst das Eigenkapital. Gleichermaßen kann aber auch ein Jahresfehlbetrag zu einem Rückgang des bilanziellen Eigenkapitals führen. Doch das Eigenkapital unterliegt nicht nur dem operativen Geschäft. Entnimmt der Eigentümer etwa Jahresausschüsse in Form einer Dividendenzahlung, neutralisiert sich der Effekt.

 

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Das wichtigste im Überblick
  • Eigenkapitalgeber sind als Anteilseigner am Gewinn des Unternehmens beteiligt
  • Eigenkapital steht zeitlich unbegrenzt zur Verfügung
  • Mit Eigenkapital wird das Unternehmen im Kern stabilisiert