Leasing

creditshelf KalenderJan 2021

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Was ist Leasing?

Bei einer Leasingfinanzierung überlässt die Leasinggesellschaft oder der Hersteller einem Unternehmen ein Objekt für einen bestimmten Zeitraum zur Nutzung und erhält dafür eine Leasingrate. Bei zahlreichen Investitionsgütern eingesetzt, eignet sich Leasing vor allem für Fahrzeuge, Produktionsmaschinen oder Ausrüstungen.

Grundsätzlich unterscheidet man beim Leasing zwischen zwei Grundformen: dem Operating-Leasing und dem Finanzierungs-Leasing. Beim Letzteren wird das Investitionsrisiko von der Leasinggesellschaft auf den Leasingnehmer übertragen, sodass diese lediglich das Kreditrisiko trägt. Das Operating-Leasing ist dem Mietverfahren weitgehend ähnlich, da der zugrundeliegende Vertrag jederzeit kündbar und die Laufzeit meistens kurz ist. Nach Ablauf der Grundmietzeit erhält das Unternehmen üblicherweise die Möglichkeit, das geleaste Objekt zu erwerben, den Vertrag zu verlängern oder den Gegenstand zurückzugeben.

 

Welche Vor- und Nachteile bietet das Leasing?

Der wohl größte Vorteil beim Leasen liegt in der Liquiditätsschonung. Denn gegenüber einem eigen- oder fremdfinanzierten Kauf werden hier die vorhandenen Kreditlinien nicht berührt. Zudem ergeben sich durch das Leasing auch bilanzielle Vorteile, da weder das Eigenkapital noch die Verschuldung vom Leasinggeschäft beeinträchtigt werden. Neben dem bilanzneutralen Vorgang erleichtern die periodisch gefixten Leasingkosten die Kalkulation. Doch auch wenn ein Leasingabkommen im Vergleich mit einem klassischen Darlehen gewisse Steuer- und Bilanzvorteile bietet, ist es im Ganzen oftmals teurer als andere Finanzierungsarten. Darüber hinaus verschafft das Leasing dem Leasingnehmer keine Eigentums-, sondern lediglich die Nutzungsrechte. Demzufolge sind Leasingobjekte auch nicht beleihbar.


 

Welche Arten von Leasingverträgen gibt es?

Beim Leasing gibt es das indirekte und das direkte Leasing. Bei Letzterem wird der Vertrag zwischen dem Leasingnehmer und dem Hersteller des Leasingobjekts abgeschlossen. Bei dieser Form nimmt der Hersteller die Funktion des Leasinggebers ein. Dem Herstellerleasing gegenüber steht das indirekte Leasing, bei dem eine institutionelle Leasinggesellschaft zwischengeschaltet wird, die das Leasingobjekt vom Hersteller erwirbt. In der Regel tritt die Leasinggesellschaft in einen Kaufvertrag ein, der zwischen Leasingnehmer und Lieferant geschlossen wurde. Dieser differenziert sich in einen Leasingvertrag mit Voll- oder Teilamortisation. Während bei einer Teilamortisation die Leasingraten nicht sämtliche Kosten des Leasinggebers abdecken, tilgt der Leasinggeber bei einer Vollamortisation den gesamten Wert des Leasingobjekts während der Vertragslaufzeit, sodass das Eigentum nach Ende der Laufzeit auf den Leasingnehmer übergehen kann. Auch das Immobilien-Leasing oder Sale and Lease Back sind verbreitete Leasingverfahren.

 

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Das wichtigste im Überblick
  • Bei Leasing wird ein Leasingobjekt von einem Leasinggeber finanziert und gegen Zahlung einer monatlichen Rate an einen Leasingnehmer übergeben.
  • Das Leasingobjekt verbleibt dabei im Eigentum des Leasinggebers.
  • Durch die steuerrechtlichen und bilanziellen Vorteile hat sich das Leasing als liquiditätsschonende Finanzierungsmethode etabliert