Private Equity

creditshelf KalenderJan 2021

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Was ist Private Equity?

Bei dem außerbörslichen Eigenkapital erwerben Beteiligungsgesellschaften über einen begrenzten Zeitraum Anteile an einem Unternehmen. Kapitalgeber, deren Beteiligung nicht an geregelten Märkten gehandelt wird, können hier private oder institutionelle Anleger sein. Sie werden häufig auch als spezialisierte Kapitalbeteiligungsgesellschaften „Private-Equity-Gesellschaften“ (PEG) bezeichnet. Investiert eine solche Gesellschaft in ein Start-up, die zwar über ein hohes Risiko aber auch über Wachstumschancen verfügen, spricht man auch von Wagniskapital. Entsprechend heißen hier die institutionellen Anleger Venture-Capital-Gesellschaften (VAC). Bei dieser Finanzierungsart werden die Betriebe nicht nur mit neuem Eigenkapital unterstützt, sondern die Gesellschaften nehmen auch Einfluss auf die Unternehmensführung und wollen gewinnbringend beteiligt werden.


Welche Vorteile bieten Private-Equity-Gesellschaften?

Private-Equity-Gesellschaften verschaffen sich das Geld bei Banken, Versicherungen und vermögenden Privatpersonen und bevorzugen Unternehmen, die über ein günstiges Rendite-Risikio-Verhältnis verfügen. Dabei beteiligen sie sich in der Regel mit einem hohen Anteil an Fremdkapital. Durch den Einsatz von Eigenmitteln und Fremdkapital kann das Unternehmen eine hohe Eigenkapitalrentabilität erzielen. Dabei muss die Investitionsrendite über dem Fremdkapitalzins liegen. Als Leverage-Effekt bezeichnet, wird darunter demnach die positive Hebelwirkung des Fremdkapitals auf die Unternehmensrentabilität des Eigenkapitals verstanden. Zudem investieren Private-Equity-Gesellschaften viel Zeit und wirtschaftliches Know-How in das Unternehmen. Mit einem weitreichenden Partnernetzwerk entwickeln sie Betriebsstrategien, Expansionsplanungen und Prozessoptimierungen. Als unternehmerisches Kapital bezeichnet, nimmt Private Equity aktiv Einfluss auf den Betrieb. Dabei können die Private-Equity-Gesellschaft und das Unternehmen über einen Beteiligungszeitraum von drei bis zu zehn Jahren voneinander profitieren.



Welche Formen von Private Equity gibt es?

Für die unterschiedlichen Unternehmensphasen gibt es verschiedene Formen von Private Equity. Sie reichen von den Venture Capital für junge Unternehmen über Wachstumskapital bis zu den klassischen Buy-Out-Finanzierungen. Vor allem Jungunternehmer stehen vor großen Schwierigkeiten klassische Geldgeber von ihren Geschäftsideen zu überzeugen. Eine Wagniskapital-Finanzierung von Venture-Capital-Gesellschaften können hier jungen, innovativen Unternehmen helfen, ihr Wachstumspotenzial zu entfalten. Aber auch einem bereits etablierten Unternehmen, das sich vergrößern oder international expandieren möchte, wird mit einer Wachstumskapitalfinanzierung neben den finanziellen Mitteln auch das notwendige Wissen der Beteiligungsgesellschaften zur Verfügung gestellt. Bei der klassischen Buy-Out-Finanzierung beteiligt sich die Gesellschaft mehrheitlich an einem nicht-börsennotierten Unternehmen, um dieses nach einiger Zeit gewinnbringend zu verkaufen. Dem Unternehmen wird dadurch ermöglicht mit dem entstandenen Beteiligungskapital erfolgreich zu wirtschaften.

Das wichtigste im Überblick
  • Unter Private Equity versteht man Kapitalbeteiligungen, die an nicht börsennotierten Unternehmen erworben werden.
  • Die Investitionen erfolgen meist durch professionelle Beteiligungsgesellschaften, die sich als Kapitalgeber auf Private Equity spezialisiert haben.
  • Formen des Private Equity sind Wagniskapital-, Wachstumskapital- und klassische Buy-Out-Finanzierungen