September 2020 Digitalisierung

GROWTH HACKING - MEHR WACHSTUM FÜR UNTERNEHMEN

Growth Hacking ist eine Methode im Online-Marketing, um ein Produkt oder eine Dienstleistung mit möglichst wenig Kosten am Markt bekannt zu machen.

Schriftzug Growth Hacking

Wie bei dem Hacker aus der Cyberwelt dreht sich auch beim Growth Hacking alles um neue Techniken, Technologien und Tricks. Das Ziel des Growth-Hackers ist dabei, ein Produkt oder eine Dienstleistung mit möglichst geringem Kosteneinsatz bei einem großen Publikum bekannt zu machen. Kurz: Schnelles Wachstum durch innovative, kostengünstige Techniken.  

Der Growth-Hacker wird dem Marketingbereich, speziell dem Performance-Marketing, zugeordnet. Die Begriffe „Growth-Hacker“ und Growth Hacking hielten mit der wachsenden Bedeutung des Online-Marketings  prominenten Einzug in den Sprachgebrauch. 

Beim Growth Hacking im Fokus: Wachstum 

Der Fokus beim Growth Hacking liegt auf Wachstum, beispielsweise hinsichtlich Kundenanzahl oder Umsatz. Alle weiteren Kriterien werden dabei außer Acht gelassen. Deshalb findet sich diese spezielle Technik auch häufig in der Start-up-Szene – denn gerade junge Unternehmen sind stark auf Wachstum ausgerichtet und müssen dies mit geringen Mitteln erreichen. Allerdings findet das Potenzial des Growth Hacking auch bei mittelständischen Unternehmen immer mehr Beachtung, was unter anderem dem steigenden Digitalisierungsgrad geschuldet ist. 

 Um die Bekanntheit einer Dienstleistung oder eines Produkts zu steigern und letztendlich zum Kauf zu animieren, bedient man sich verschiedener Social-Media-Kanäle und kreativer Marketingmethoden – dazu zählen beispielsweise virale Videos oder Guerilla-Aktionen. Auch Techniken der Suchmaschinenoptimierung, um den Google-Rang zu verbessern, sowie Content Marketing für mitreißende Geschichten kommen zum Einsatz. Die Ziele: Beispielsweise steigende Registrierungen auf einem Portal, Käufe in einem Online-Shop oder Weiterempfehlungen durch Nutzer. 

Growth Hacking ist extrem Online-Marketing-lastig  
Darum liegt die Expertise des Growth-Hackers im technischen sowie im Sales-Bereich: Diese Spezialisten kennen sich mit PC und in der Welt des Internets bestens aus. Sie arbeiten mit Programmiersprachen wie HTML/CSS, Python, JavaScript oder PHP und können so Plug-Ins, interaktive Elemente sowie Tools zur Datenanalyse erstellen und nutzen.  

Außerdem können sie die relevanten Zielgruppen mit ihren Bedürfnissen benennen und über die richtigen Kanäle mit den passenden Botschaften ansprechen. Im Ergebnis erreichen Growth-Hacker die entsprechenden Zielgruppen schneller und effektiver, die Marketingmaßnahmen lassen sich flexibler an Marktveränderungen anpassen und die Produkte werden fortlaufend Richtung Kundennutzen optimiert – denn am Ende kann nur ein passgenaues Produkt überzeugen. 

Unternehmen, die sich für schnelles Wachstum durch Growth -Hacking interessieren, können sich von Experten beraten und unterstützen lassen. Dazu zählen beispielsweise auch Hendrik Lennarz und sein Team von Unlock Growth – sie haben bereits über 350 Coaching-Projekte begleitet und können die Thematik anhand vieler Beispiele aus der Praxis anschaulich vermitteln.

Growth Hacking: einige Beispiele 

Hotmail 

Der E-Mail-Dienst Hotmail hatte in den Footer jeder versendeten E-Mail automatisch den Zusatz „PS I Love You: Get your free Hotmail Account” ergänzt. Über einen Link gelangte man dann direkt auf die Hotmail-Registrierungsseite, so dass die Empfänger der E-Mails motiviert wurden, sich selbst einen Account anzulegen. Mit dieser Form des Growth Hackings hatte Hotmail ein sehr dynamisches Wachstum mit Hilfe seiner Bestandskunden erzeugt. 

Puma 

Das Sportbekleidungsunternehmen Puma hat sein Growth Hacking im Bereich des Influencer-Marketings vollzogen. Sportschuhe von Puma wurden von Pelé, einem der besten Fußballer aller Zeiten, getragen: Während eines wichtigen Spiels hielt er an, um sich seine Schnürsenkel zu binden. In diesem Moment wusste jeder Zuschauer, dass Pelé Puma trägt. Dies wurde von Puma für den Unternehmenserfolg und die Rentabilität genutzt. 

Uber 

Das Unternehmen zur Personenbeförderung hatte den Teilnehmern eines sehr beliebten Musikfestivals kostenlose Fahrten angeboten. Diese Herangehensweise erregte viel Aufsehen – auch, weil die Fahrgäste die Rundfahrten in den Social-Media-Kanälen teilten. Uber hatte seine Dienstleistung quasi in Aktion beworben, anstatt sich auf Werbeanzeigen zu verlassen – ein weiteres Beispiel für intelligentes und erfolgreiches Growth Hacking. 

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