Alternative Finanzierung im Mittelstand – das sind Ihre Möglichkeiten

creditshelf KalenderOkt 2020

creditshelf Uhr 4 Minuten

Lange Zeit dominierten klassische Hausbanken den Finanzierungssektor. Doch längst haben sich neue Finanzierungsarten und Modelle für Mittelständler erfolgreich etabliert.

Leasing, Factoring, Kreditplattformen: Es lohnt sich für mittelständische Unternehmen, die Alternativen zum klassischen Bankkredit genau zu prüfen und in den Finanzierungsmix miteinzubeziehen. Dabei gibt es Lösungsmodelle für unterschiedliche Anlässe wie etwa eine Unternehmensgründung, Wachstumsfinanzierung, Auftragsvorfinanzierung oder die Finanzierung von saisonalen Kapitalbedarfen.

Finanzierungsmöglichkeiten im Überblick

Die Finanzierungslandschaft für Unternehmen ist vielfältig, jedes Modell hat Vor- und Nachteile. Da fällt es Entscheidern in mittelständischen Unternehmen nicht immer leicht, den Überblick zu behalten und den passenden Ansatz für die aktuelle Herausforderung zu finden. Deshalb möchten wir Ihnen hier ausgewählte Alternativen zum klassischen Bankkredit vorstellen.


Alternative 1: Factoring

Das Factoring ist eine Finanzierungsart, bei der ein Dienstleister die bei einem Unternehmen entstehenden Forderungen aus Dienstleistungs- und Warengeschäften in der Regel regresslos ankauft. Dadurch kann die ausstehende Summe vom Debitor sofort überwiesen und lange Zahlungsziele vermieden werden. Je nach Art des Factorings übernimmt der Anbieter auch Mahnwesen, Inkasso-Abwicklung oder das Risiko bei einem Zahlungsausfall. Dabei setzt der Factor zunächst eine solide Bonität des Factoringnehmers, aber insbesondere dessen Debitoren, voraus und fordert für seine Leistungen entsprechende Gebühren. Anbieter unterscheiden zwischen zwei Arten von Factoring: dem Echten und dem Unechten. Während beim echten Factoring – den in Deutschland vorwiegend praktizierten Verfahren – die Forderungen mit dem Risiko eines Ausfalls an den Factor übertragen werden, verbleibt beim unechten Factoring das Delkredererisiko beim Lieferanten. Darüber hinaus gibt es weitere Factoring-Formen wie etwa das stille, das offene und das Einzel-Factoring.

Alternative 2: Leasing

Bei einer Leasingfinanzierung überlässt die Leasinggesellschaft dem Unternehmen ein Objekt wie Maschinen oder Fahrzeuge für einen bestimmten Zeitraum zur Nutzung und erhält dafür eine Leasingrate. Die zwei Grundformen hier sind das Operating-Leasing und das Finanzierungs-Leasing. Beim Letzteren wird das Investitionsrisiko von der Leasinggesellschaft auf den Leasingnehmer übertragen, so dass sie lediglich das Kreditrisiko trägt. Das Operating-Leasing ist dem Mietverfahren weitgehend ähnlich, da der zugrundeliegende Vertrag jederzeit kündbar und die Laufzeit meistens kurz ist. Nach Ablauf der Grundmietzeit erhält das Unternehmen üblicherweise die Möglichkeit, das geleaste Objekt zu erwerben, den Vertrag zu verlängern oder den Gegenstand zurückzugeben. Doch auch wenn ein Leasingabkommen im Vergleich mit einem klassischen Darlehen gewisse Steuer- und Bilanzvorteile bietet, ist es im Ganzen oftmals teurer als andere Finanzierungsarten.

Alternative 3: Mezzanine Kapital

Mezzanine-Finanzierungen stellen eine Mischform zwischen Eigen- und Fremdkapital dar. Dabei wird einem Unternehmen Eigenkapital zugeführt, ohne den Kapitalgebern Stimm- oder Einflussrechte zu gewähren. Sie treten also als Verbindlichkeit hinter die Forderungen anderer Gläubiger zurück. Die Nachrangdarlehen können etwa im Zuge einer Insolvenz, einer Unternehmensabwicklung oder einer Liquidation zum Tragen kommen. Diese Kapitalart hat den Vorteil, dass sie in den meisten Fällen dem Eigenkapital zugerechnet wird (wirtschaftliches Eigenkapital). Dadurch wird bei weiteren Kreditanfragen die Bonität verbessert und die Kreditaussichten steigen. Allerdings wird Mezzanine Kapital eher für lange mittelfristige oder längere Zeiträume zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus, wird das sogenannte „Mezzanine“ höher verzinst und berechtigt sogar Sonderzahlungen, wenn das finanzierte Unternehmen gewisse Jahresüberschüsse erwirtschaftet („Kicker“).

Alternative 4: Private Equity

Bei dem außerbörslichen Eigenkapital erwerben Beteiligungsgesellschaften über einen begrenzten Zeitraum Anteile an einem Unternehmen. Kapitalgeber können hier private oder institutionelle Anleger sein, die häufig auch als spezialisierte Kapitalbeteiligungsgesellschaften „Private-Equity-Gesellschaften“ (PEG) genannt werden. Investiert eine solche Gesellschaft in ein Start-up, die ein hohes Risiko aber auch entsprechende Wachstumschancen mit sich bringen, spricht man auch von Wagniskapital. Entsprechend heißen hier die institutionellen Anleger Venture-Capital-Gesellschaften (VAC). Bei dieser Finanzierungsart werden die Betriebe nicht nur mit neuem Eigenkapital unterstützt, sondern die Gesellschaften bringen oft auch wirtschaftliches Know-how und ein Partnernetzwerk mit. Dafür nehmen sie aber auch Einfluss auf die Unternehmensführung und wollen gewinnbringend beteiligt werden.

Alternative 5: Sale and Lease Back

Sale and Lease Back beschreibt eine Sonderform des Leasings, bei der ein Leasingnehmer Eigentum an den Leasinggeber veräußert, um es unmittelbar wieder von diesem zur weiteren Nutzung zurückzuleasen. Dabei entstehen für beide Parteien Vorteile, vor allem im bilanz- und steuerrechtlichen Sinne. Da sowohl die Übereignung als auch das Rückleasing als wirtschaftliche Einheit betrachtet werden, liegt eine stets steuerfreie Darlehensgewährung vor. Beim Rückmietverkauf wird ein Vertrag zwischen beiden Parteien geschlossen, der die Mietkosten und Vertragslaufzeit festlegt. Nach der Rückabwicklung werden die besitzanzeigenden Dokumente gegen Rückzahlung des Kaufpreises zurückgegeben und die ursprünglichen Eigentumsverhältnisse wiederhergestellt.

Alternative 6: Crowdlending

Im Gegensatz zum Leasing kommt die Finanzierungsform des Crowdlendings erst online voll zum Tragen. Im Grunde handelt es sich um die Aufgliederung einer vergleichsweise hohen Investitionssumme in eine Vielzahl von stillen Beteiligungen, die über Onlinemarktplätze von privaten Investoren als Mikrokredite eingesammelt und an Unternehmen vergeben werden. Dabei lockt die Anlageform mit hohen Renditeaussichten. Denn auch wenn die Gefahr besteht, dass ein Mikroinvestor seinen kompletten Einsatz verliert, verteilt sich jenes Risiko in der Regel auf viele Schultern und minimiert so den individuellen Verlust.

Alternative 7: Online-Kreditplattformen

Online-Finanzdienstleister bieten unterschiedliche Finanzierungsarten und -formen für Unternehmen an. Neben Spezialanbietern für Factoring, Finetrading oder Leasing gibt es Plattformen für die Vermittlung von Krediten, die sogenannten Kreditplattformen. Durch sie werden verschiedene Fremdkapitalkredite über eine digitale Plattform arrangiert und kreditsuchende Unternehmen mit einem kapitalgebenden Investor verbunden. In den meisten Fällen übernehmen die Kreditplattformen dabei den kompletten Wertschöpfungsprozess, das heißt sowohl die Kundenakquisition, Kreditrisikoanalyse, Kreditstrukturierung und die weiteren Dienstleistungen während der gesamten Darlehenslaufzeit. Lediglich der Prozessschritt der Kreditauszahlung und weiterer gesetzlicher Vorgaben für eine Kreditvergabe in Deutschland erfolgen durch eine Partnerbank der Kreditplattform. Firmenkredite über eine Online-Kreditplattform punkten durch die schnelle und digitale Risikoanalyse sowie den modernen Abwicklungsprozess.

Welche Online-Plattformen bieten dem Mittelstand die passende alternative Finanzierung?

Die Vielfalt der Finanzierungsplattformen ist groß. Doch was ist die beste Art der Kapitalbeschaffung für Mittelständler – etwa, wenn sie ihren Einkauf flexibler gestalten, sich Skonti bei Rohstoffen sichern oder eine momentane Flaute ausgleichen wollen? In diesem Fall sprechen viele Aspekte für die Firmenkredite. Denn Online-Lösungen wie die von creditshelf sind schnell, unkompliziert und transparent.

Die Vorteile gegenüber einer klassischen Bank

 In vielen Situationen hat ein Unternehmer keine Zeit, sich durch komplizierte Formulare zu arbeiten und mehrere Monate auf einen Kreditentscheidung zu warten. Firmenkredite von creditshelf bieten hier entscheidende Vorteile. In digitaler Form eingereichte Unterlagen führen zu einer schnelleren Bearbeitung der Anfragen – und das kann das Warten auf die Kreditvergabe deutlich verkürzen.

Ein weiterer Pluspunkt von Firmenkrediten über eine Online-Kreditplattform ist der Verzicht auf dingliche Sicherheiten. Unternehmen benötigen kein freies Anlagevermögen wie Maschinen oder Gebäude, um ein Darlehen zu bekommen. Der ausgezahlte Betrag kann zudem flexibel eingesetzt werden. Dabei setzen auch Online-Dienstleister wie creditshelf auf persönlichen Kontakt während der gesamten Laufzeit: Kundenbetreuer stehen den Unternehmern als Ansprechpartner zur Seite.

Wie ist der Ablauf bei einem digitalen Kreditvermittler?

Der Kredit wird im ersten Schritt über eine digitale Plattform wie creditshelf schnell und direkt beantragt. Im Anschluss prüft creditshelf die Unterlagen auf Vollständigkeit und nimmt erste Risikoanalysen vor. Nach spätestens zwei Tagen nimmt der Firmenkundenbetreuer Kontakt zum Antragsteller auf und klärt, ob die Finanzierungsanfrage weiterverfolgt werden kann. Es wird mit Hilfe moderner Algorithmen und auf Basis aktueller Unternehmensinformationen eine umfassende Risikoanalyse erstellt. Diese ist Grundlage einer schnellen und transparenten Kreditentscheidung.

Die Experten von creditshelf prüfen ebenfalls mittels der automatisierten Risikoanalyse, welche Finanzierungsform für Ihr Unternehmen und die aktuelle Situation die geeignete ist. creditshelf hat ein ausgewähltes Netzwerk spezialisierter Finanzierungspartner, die Experten für die optimale Finanzierungsform sind. Wir vermitteln Sie gerne und unterstützen Sie in diesem Prozess. Natürlich nur wenn Sie das wollen!

Das wichtigste im Überblick
  • Für den Mittelstand gibt es zahlreiche alternative Finanzierungen. Es ist wichtig, den Überblick zu bewahren und zu wissen, welches Modell in welcher Situation die beste Lösung ist.
  • Kreditplattformen wie creditshelf analysieren Ihr Unternehmen schnell, digital und kompetent. Dies ist Grundlage für die optimale Finanzierungsform. Die Prozesse sind effizient, zielführend und nutzerfreundlich gestaltet.