August 2021 Kundenfallstudien

GESUNDES WACHSTUM DURCH ZEITGEMÄSSE UNTERNEHMENSFINANZIERUNG

creditshelf konnte für Landhaus Teigwaren Müller ein Bankdarlehen durch eine moderne Unternehmensfinanzierung ablösen. Die Zeichen stehen nun auf Wachstum.

Bild Eheleute Müller
Foto im Feld Reinhold u. Domenica Müller(1)
Reinhold Müller und Domenica Müller

Geschäftsführer/in, Landhaus Teigwaren Müller GmbH & Co. KG

"Das Team von creditshelf ist informiert, kreativ und flexibel an unser Wachstumsthema herangegangen. Manche Bank hätte wahrscheinlich Monate für die Zusage benötigt und sich zehnmal absichern wollen."

creditshelf konnte für Landhaus Teigwaren Müller ein altes Bankdarlehen durch eine zeitgemäße Unternehmensfinanzierung ablösen. Das junge Unternehmen ist damit auf kontinuierlichem Wachstumskurs und kann mit dem Kredit Themen wie Marketing, Vertrieb und Lagerausbau vorantreiben.

Reinhold Müller isst für sein Leben gern Nudeln. Zudem kennt er die Landwirtschaft und ihre Herausforderungen – die Idee eines regionalen, nachhaltigen Produktes beschäftigte den Unternehmer lange Zeit. 2014 trug der Gedanke schließlich Früchte: Die Landhaus Teigwaren Müller GmbH & Co. KG wurde aus der Taufe gehoben – eine kleine Manufaktur für hochwertige Nudelprodukte aus heimischen Rohstoffen.

Mittlerweile beschäftigt das Unternehmen am Niederrhein 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Es beliefert Kunden aus dem Lebensmittelhandel und dem Bio-Fachhandel mit seiner Pasta. Das Produktsortiment von Landhaus Teigwaren Müller umfasst dabei neben Nudeln aus Hartweizengries oder Eiernudeln auch Dinkelnudeln, zudem werden für Handelspartner auf Wunsch individuelle Pasta-Produkte gefertigt.

Produktion nach dem PAPP-Prinzip
Doch Teigware ist nicht gleich Teigware – das Unternehmen mit Sitz in Wegberg, nahe der holländischen Grenze, vertritt feste Grundsätze. „Wir handeln und produzieren nach dem PAPP-Prinzip – People, Animals, Planet, Profit. An erster Stelle stehen Menschen, Tiere und die Erde, erst zuletzt kommt der Profit. Uns geht es um Wertschätzung. Egal, ob bei den Standards in der Tierhaltung, dem biologisch nachhaltigen Umgang mit Ressourcen und Anbauflächen oder den fairen Geschäften mit unseren Partnern. Unseren Kundinnen und Kunden ist eine klare Haltung offensichtlich genauso wichtig, sie nehmen unsere Produkte gern an“, freut sich Geschäftsführer Reinhold Müller.

Auch Offenheit ist Teil des Geschäftsmodells: Von den hohen Standards können sich Kunden bei Landhaus Teigwaren Müller jederzeit selbst ein Bild machen – beim Besuch bei der Rohernte etwa oder in der gläsernen Produktion.

Werte und Überzeugungen schlagen sich beim Pasta-Hersteller vom Niederrhein auch in den Produkten selbst nieder. Die Teigwaren sind ausschließlich in Bio-Qualität und aus Rohstoffen gefertigt, die von Natur aus schmecken. Auf künstliche Aromen, Geschmacksverstärker oder Konservierungsmittel wird verzichtet.

„Wir sind bei den Ressourcen stabil aufgestellt, betreiben unseren eigenen Anbau und haben langjährige Verträge mit Bauern aus der Region. Jetzt, da viele Wettbewerber mit den Rohstoffpreisen kämpfen, können wir uns auf die regionale Produktion verlassen“, so der Geschäftsführer.

Ein wichtiger Schritt zur Unabhängigkeit war dabei der Kauf des eigenen Hofes 2018 und der Einstieg in die Haltung von Bio-Legehennen. Was nicht selbst angebaut werden kann, kommt von Partnern, die nach ökologischen Kriterien produzieren. Dafür wurde eigens die Marke „Getreideland NRW“ ins Leben gerufen. Sie sichert die Einhaltung nachhaltiger Anbaustandards.

Bio Nudeln von Müller Landhaus Teigwaren Müller produziert nach dem PAPP-Prinzip – People, Animals, Planet, Profit. An erster Stelle stehen Menschen, Tiere und die Erde, erst zuletzt kommt der Profit.

Nachhaltig bis hin zur Verpackung
Ende 2020 ist es nach anderthalb Jahren Entwicklungsarbeit Zeit für die nächste Zäsur: Landhaus Teigwaren Müller führt die wahrscheinlich nachhaltigste Nudelverpackung Deutschlands ein. Sie besteht aus Graspapier sowie einem Sichtfenster aus Bio-Folie und ist zu 100 Prozent kompostierbar. „Wir wollten einen kleinen Beitrag dazu leisten, das Abforsten von Wäldern zu reduzieren und die Papierherstellung umweltfreundlicher und wirtschaftlicher zu machen. Gras ist ein schnell nachwachsender Rohstoff; fast überall gibt es ungenutzte Wiesen. Viele haben uns von der Idee zwar abgeraten, doch wir sind akribisch bei der Sache geblieben und haben es am Ende geschafft. Die positive Reaktion des Handels gibt uns jetzt Recht“, so Müller.

Mittlerweile beliefert das Unternehmen Kunden in ganz Deutschland mit seinen Teigwaren. Aus den fünfzig Filialen im Gründungsjahr sind 700 Handelspartner geworden. Anfragen aus dem Ausland erreichten Reinhold Müller ebenfalls bereits.

„Wir konnten den Absatz bei unseren Handelspartnern zuletzt durchschnittlich um das Viereinhalbfache steigern – bei manchen Händlern sogar um das Siebenfache. Verpackung, Transport und Logistik werden aber zunehmend zur Herausforderung. Gerade einige regionale Anbieter beliefern wir noch dezentral. Das heißt für uns: Unsere Produkte in Pakete verpacken und sie an jedes Geschäft einzeln verschicken. Das ist ein enormer Ressourcen- und Kostenaufwand. Das wollen wir gerade ändern“, sagt Geschäftsführer Müller.

Konkret will das Unternehmen vermehrt in die Zentrallisten der Händler kommen. Dann würde nur noch das Zentrallager per Palette beliefert und der Kunde sorgt selbst für die Verteilung an seine Filialen. Gerade in der Heimatregion NRW müsse da allerdings noch einige Überzeugungsarbeit geleistet werden.

„Eine Änderung in Vertrieb und Verkauf ist immer mit gewissen Risiken verbunden. Aber wir wollen die Endkundenpreise stabil halten und sind bereit unsere eigenen Margen etwas zurückzufahren. Wir haben gut gewirtschaftet, haben die Rohstoffe selbst in der Hand und können durch unsere eigene Verpackung sparen, wo andere Hersteller draufschlagen müssen. Ich denke, das sind für die Abnehmer letztlich die entscheidenden Argumente“, ist Müller zuversichtlich. Solche Projekte und Herausforderungen erfordern natürlich auch eine entsprechende Finanzierung.

Unternehmensfinanzierung durch zeitgemäße Kreditablöse
Auf der Suche nach einer modernen Unternehmensfinanzierung stieß das Unternehmen vom Niederrhein früh auf creditshelf. Der Kontakt kam im Oktober 2020 über die Empfehlung des bisherigen Kreditgebers zustande. Die Bank wollte sich aus der Sparte der Mittelstandsfinanzierung zurückziehen und sah in creditshelf einen guten Partner zur Übernahme des bestehenden Kredites der Pasta-Manufaktur.

„Der Markt für Bio-Produkte ist weiter im Aufwind. Auch beim Unternehmen aus Wegberg sahen wir Potential und einen klaren Wachstumstrend. Was ich bei diesem Projekt persönlich spannend fand, war, wie die Ansprüche und Werte im Unternehmen gelebt werden“, sagt Richard Heller, Regionalleiter West bei creditshelf. Hier werde nicht nur von Nachhaltigkeit gesprochen, Familie Müller und das Team seien immer auf der Suche nach Lösungen, wie sich dieser Anspruch in der Praxis auch umsetzen lasse.

Entsprechend unkompliziert kam man bezüglich der Finanzierung zusammen. „Ein Kreditprozess muss in einem gewissen Fahrwasser gehalten werden, um zügig zu Ergebnissen zu kommen. Bei Landhaus Teigwaren Müller hat man gemerkt: Die wollen das Wachstum. Alles lief von Anfang an verbindlich, direkt und auf Augenhöhe ab. Wir wurden ins Unternehmen eingeladen, die Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner wussten immer Bescheid, alle Belege waren rechtzeitig da“, erinnert sich Heller.

Auch Reinhold Müller zieht positive Bilanz: „Das Team von creditshelf ist informiert, kreativ und flexibel an unser Wachstumsthema herangegangen. Manche Bank hätte wahrscheinlich Monate für die Zusage benötigt und sich zehnmal absichern wollen“. Hier jedoch stand bereits knapp vier Wochen nach dem ersten Kontakt ein gemeinsamer Vertrag.

Aufgesattelt für den Wachstumskurs durch moderne Unternehmensfinanzierung
creditshelf übernahm bei der Unternehmensfinanzierung nicht nur den Kredit des ehemaligen Bankpartners, sondern sattelte auf diesen noch einen Teil auf. Am Ende wurde ein Annuitätendarlehen mit einer Summe von 300.000 Euro und 48 Monaten Laufzeit arrangiert. „Das Darlehen ist auf den mittelfristigen Wachstumskurs des Unternehmens zugeschnitten und unterstützt bei Themen wie Marketing, Vertrieb und Lagerausbau.

Steigende Abnahmemengen erfordern auch entsprechende Kapazitäten“, erklärt Heller. Schließlich seien biologisch und verantwortungsvoll produzierte Produkte längst keine Nischenware mehr. Durch Unternehmen wie Landhaus Teigwaren Müller gelangten sie mehr und mehr in den klassischen Lebensmitteleinzelhandel und stünden einer breiten Käuferschaft zur Verfügung.

Für junge Unternehmen mit Mission und Wachstumskurs sei ein Fintech-Kredit eine nützliche Option sagt Müller und erklärt seinen Finanzierungsansatz: „Wir hatten zuletzt noch zwei Kontokorrentkredite, die wir aber kaum noch nutzten. In Zukunft wollen wir nur noch unser Geschäftskonto bei einer nachhaltigen Bank betreiben, damit Kunden einzahlen können. Bei der Finanzierung werden wir auf flexible Alternativen wie Fintechs oder Crowdfunding setzen. Wir brauchen einfach Mittel, die wir kurzfristig einholen und die wir auch schnell wieder zurücklaufen lassen können, wenn wir gut verdienen.“

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