Crowdlending

creditshelf KalenderJul 2021

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Was ist Crowdlending?

Crowdlending ist eine relativ junge Finanzierungsvariante und eine Spielart des Crowdfundings. Crowdlending ermöglicht Privatpersonen und Unternehmen die Fremdkapitalaufnahme unabhängig von klassischen Banken. Bei dieser Finanzierungsform wird eine Investitionssumme in eine Vielzahl einzelner Beteiligungen aufgespalten. Diese können auf Onlinemarktplätzen von privaten Investoren übernommen werden. Die so eingesammelten Mikrokredite werden in Summe an das Unternehmen vergeben – es wird hier auch von Schwarmfinanzierung gesprochen. Die Geldgeber, die Crowd, erhalten Zinsen für ihre Investition. Die Vergütung erfolgt meist als partiarisches Darlehen, Genussrecht oder stille Beteiligung. Investoren bietet die Anlageform durch eine breite Streuung an Projekten und jeweils eher geringe Investments ein relativ überschaubares Risiko: Fällt ein Kreditnehmer aus, verteilt sich das Risiko in der Regel auf viele Schultern.

 

Für wen eignet sich Crowdlending?

Crowdlending kann in jeder Unternehmensphase unterstützen: Gründer, Freiberufler, aber auch kleinere Firmen nutzen die Finanzierung über das Internet. Für Unternehmen, die unabhängig von klassischen Kreditinstituten oder Beteiligungsgesellschaften einen Zugang zu Kapital suchen, kann Crowdlending eine ergänzende Finanzierungsmöglichkeit sein. Darüber hinaus wird Crowdlending oft für Marketingzwecke eingesetzt. Denn durch die Verbreitung eines Projekts auf solchen Online-Plattformen lassen sich bestimmte Ziel- und Investorengruppen adressieren und das Interesse am Unternehmen, an einem neuen Produkt oder einer Leistung steigern. Aus Investoren können dadurch Kunden werden. Umgekehrt ist es auch möglich, bestehende Kunden anzuregen, sich am Crowdlending-Prozess zu beteiligen.


Was sind die Vor- und Nachteile des Crowdlendings?

Der Vorteil für Kreditnehmer liegt in der Bankenunabhängigkeit. Über Crowdlending lassen sich Projekte finanzieren, die einer Risikoprüfung durch klassische Geldgeber vielleicht nicht standhalten. Hinzu kommen eine oft hohe Vergabegeschwindigkeit und direkte Kommunikation mit den Investoren. Es kann jedoch passieren, dass die erforderliche Investitionssumme nicht zustande kommt oder erst verspätet ausgezahlt wird. Denn es gibt oft keine Garantie, dass für jedes Projekt die erforderliche Anzahl an Investoren gefunden wird. Die über Crowdlending abrufbaren Kreditsummen sind im Umfang – verglichen mit klassischen Darlehen – oft eher gering. Zudem liegt in den weniger strikten Risikoprüfungen auch die Gefahr, dass sich Kreditnehmer potenziell überschulden.

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Das wichtigste im Überblick
  • Beim Crowdlending vergibt eine Vielzahl von privaten Investoren gemeinsam über eine Online-Plattform Kredite an Unternehmen oder Privatpersonen.
  • Die bankenunabhängige Finanzierung kann sich durch höhere Geschwindigkeit und geringere Restriktionen für Start-ups, Freiberufler und kleinere Unternehmen lohnen.
  • Die Kreditsummen sind beim Crowdlending meist eher gering, zudem können Finanzierungen scheitern, wenn sich nicht genug Investoren finden.